1. Billigfluggesellschaften haben die alte Regel verändert
Viele Low-Cost-Airlines bepreisen jeden Flug unabhängig. In solchen Märkten können zwei Einwegtickets praktisch genauso viel kosten wie ein Rückflugticket und erlauben es, Airlines problemlos zu mischen. Das ist auf kurzen europäischen Strecken und in vielen Inlandsnetzen üblich. Gepäck, Sitzplatzwahl und Umbuchungsgebühren können sich jedoch unterscheiden; vergleichen Sie deshalb den endgültigen Warenkorbpreis und nicht nur den zuerst angezeigten Tarif.
2. Langstreckenpreise können anders funktionieren
Full-Service-Airlines verwenden häufig Tarifregeln, die auf Hin- und Rückflüge, Mindestaufenthalte oder bestimmte Kombinationen von Buchungsklassen zugeschnitten sind. Dadurch kann ein einzelner Langstrecken-Einwegflug manchmal fast so viel oder sogar mehr kosten als ein Hin- und Rückflug. Das passiert nicht überall, ist aber häufig genug, dass Sie selbst dann immer einen Rückflugtarif prüfen sollten, wenn Sie glauben, nur eine Richtung zu benötigen.
3. Zwei Einwegtickets können bessere Flugzeiten eröffnen
Getrennte Tickets erlauben, mit Airline A hin- und mit Airline B zurückzufliegen, ohne an das Netz eines einzelnen Anbieters gebunden zu sein. Das kann bessere Abflugzeiten, Flughäfen oder Preise ergeben. Besonders in wettbewerbsintensiven Märkten ist diese Flexibilität nützlich. Der Nachteil liegt in der Verwaltung: Jedes Ticket hat eigene Regeln, und Änderungen an einem Ticket passen das andere nicht automatisch an.
4. Ein Hin- und Rückflug kann den Umgang mit Störungen vereinfachen
Wenn Hin- und Rückflug auf einer Reservierung stehen, sieht die Airline die gesamte Reise und kann sie möglicherweise unter einer Tarifregel neu ausstellen oder ändern. Bei getrennten Buchungen steht jedes Ticket für sich. Eine Störung auf der Hinreise verpflichtet die zweite Airline Wochen später nicht automatisch zur Hilfe, und die Stornierung eines Tickets beeinflusst das andere nicht automatisch.
5. Open-Jaw-Tickets sind ein nützlicher Mittelweg
Wenn Sie mehrere Städte besuchen, kann ein Multi-City-Ticket manchmal eine Preislogik ähnlich dem Hin- und Rückflug beibehalten und zugleich erlauben, an einem Ort anzukommen und von einem anderen zurückzufliegen. Das kann besser sein als zwei Langstrecken-Einwegtarife und erspart unnötiges Zurückfahren. Suchen Sie die genaue Route als Multi-City-Reise, bevor Sie davon ausgehen, dass getrennte Tickets die einzige flexible Lösung sind.
6. Vorsicht bei Selbstumstiegen
Zwei Einwegtickets, die am selben Tag verbunden werden, können einen Selbsttransfer erzeugen. Wenn der erste Flug verspätet ist und Sie den zweiten verpassen, behandelt die nächste Airline Sie möglicherweise als No-Show statt als Umsteigepassagier. Planen Sie einen großen Zeitpuffer oder eine Übernachtung ein, wenn das Verpassen des Weiterflugs teuer wäre. Eine günstige Kombination ist kein Schnäppchen, wenn sie unbeherrschbares Risiko schafft.
7. Flexibilität kann wertvoller sein als der niedrigste Preis
Manche Reisende buchen bewusst getrennte Einwegtickets, weil sie noch nicht wissen, wann sie zurückkehren, oder in jeder Richtung andere Ticketbedingungen wünschen. Andere profitieren von einem Hin-und-Rück-Tarif mit einem änderbaren Segment. Vergleichen Sie Stornoguthaben, Bedingungen für Datumsänderungen und Erstattbarkeit, nicht nur den Preis. Ein etwas höherer Tarif kann sinnvoll sein, wenn Ihre Rückreisepläne unsicher sind.
8. Suchen Sie systematisch
Starten Sie mit einer Hin-und-Rück-Suche, bepreisen Sie anschließend jede Richtung separat und testen Sie danach alternative Flughäfen oder eine Multi-City-Struktur, wenn es sich nicht um eine einfache Rückreise handelt. Notieren Sie die Gesamtsumme nach Gepäck- und Sitzplatzgebühren. Der Unterschied kann nur wenige Euro oder mehrere Hundert betragen. Einen dauerhaften Gewinner gibt es nicht; das Revenue Management der Airlines ändert Preise ständig, daher muss der Vergleich für die konkrete Reise erfolgen.
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