Fußball-EM besuchen: Tickets, Gastgeberstädte und Anreise

Wer zur Fußball-Europameisterschaft reisen möchte, sollte zuerst die Gastgeberstädte und Spieltermine ansehen. Manche EM findet überwiegend in einem Land statt, andere verteilen sich auf mehrere Länder oder weit entfernte Städte. Welche Spiele Sie tatsächlich besuchen können, ist allerdings nicht von Anfang an sicher: Ticketvergabe, Qualifikation der Mannschaften und der Weg durch die K.-o.-Runde stehen zu unterschiedlichen Zeiten fest. Eine gute Reiseplanung trennt deshalb sichere Termine von möglichen späteren Stationen.

Der eigenen Nationalelf folgen oder eine Gastgeberstadt wählen?

Wenn Sie vor allem Ihrer Nationalmannschaft folgen möchten, bieten deren Gruppenspiele nach der Auslosung die ersten festen Stationen. Für die K.-o.-Runde wird es schwieriger: Wo die Mannschaft als Nächstes spielt, hängt von Platzierung und Weiterkommen ab. Stornierbare Unterkünfte sind dann besonders hilfreich.

Wer eher die Turnieratmosphäre erleben möchte, ist mit einer oder zwei Gastgeberstädten oft besser beraten. Dort können Sie sich um Tickets bemühen, die Fanzonen besuchen und müssen nicht ständig quer durch Europa reisen.

Beim Ticketkauf die offiziellen Verkaufsphasen beachten

Die UEFA bietet Eintrittskarten gewöhnlich in mehreren Verkaufsphasen an, manchmal mit Bewerbungs- oder Losverfahren. Informieren Sie sich über offizielle Angebote, Ticketübertragung und zugelassene Wiederverkäufe. Gerade weil die Nachfrage groß ist, versuchen Betrüger, Fans mit angeblich sicheren Karten zu ködern.

Solange Tickets fehlen, stornierbare Zimmer vorziehen

Ein gebuchtes Hotel bedeutet noch lange nicht, dass Sie ein Stadionticket bekommen. Solange die Vergabe offen ist, halten stornierbare Zimmer Ihre Reisepläne flexibel.

Zwischen den Arenen können viele Reisestunden liegen

Selbst wenn mehrere Spiele im selben Land stattfinden, können die Arenen weit auseinanderliegen. Vergleichen Sie Bahnfahrten, Flughafentransfers und Abfahrtszeiten am späten Abend. Nach einem Spiel, das erst gegen 23 Uhr endet, kommt man oft nicht mehr ohne Weiteres in die nächste Stadt.

Zwischen großen europäischen Städten ist die Bahn oft praktisch. An Spieltagen sind beliebte Fernzüge jedoch schnell ausgebucht. Sobald Ihre Tickets sicher sind, reservieren Sie zuerst die längeren Fahrten; den Nahverkehr können Sie später organisieren.

Am Spieltag großzügig Zeit für den Einlass einplanen

An Spieltagen brauchen Sie für Sicherheitskontrollen, Ticketprüfung und volle Bahnen mehr Zeit als bei einem gewöhnlichen Ligaspiel. Mitunter werden bestimmte Bahnhöfe oder Shuttlewege für einzelne Fangruppen vorgesehen. Halten Sie sich an die aktuellen Hinweise des Veranstalters.

Auch mit Stadionticket lohnt sich der Besuch einer Fanzone. Bleiben Sie dort aber nicht so lange, dass Sie den Weg zum Einlass im Laufschritt zurücklegen müssen. Die Stimmung in der Stadt gehört schließlich zum Erlebnis.

Die Reise sollte sich auch bei einer Niederlage lohnen

In einem K.-o.-Turnier kann sich der Plan von einem Spiel zum nächsten ändern. Ihre Mannschaft scheidet womöglich früher aus, eine erfolgreiche Bewerbung bleibt aus oder ein Viertelfinale findet Hunderte Kilometer entfernt statt. Suchen Sie sich deshalb Städte aus, die Sie auch ohne Fußball besuchen würden.

Die EM kann der Anlass für die Reise sein, ohne jede Stunde zu bestimmen. Museen, Restaurants, Stadtviertel und Ausflüge machen auch jene Tage lohnend, an denen kein Spiel stattfindet.

Für Fangruppen können besondere Zugangsregeln gelten

Je nach Partie legen die Behörden besondere Treffpunkte, Fanmärsche oder getrennte Zugangswege für die Anhänger verschiedener Nationen fest. Auch der Umgang mit Alkohol und Regeln für öffentliche Plätze unterscheiden sich zwischen den Städten.

Lesen Sie deshalb vor jedem Spiel die konkreten Informationen auf Ihrer Eintrittskarte oder in der offiziellen App. Die Abläufe können anders sein als bei einem gewöhnlichen Ligaspiel im selben Stadion.

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