Argentinien-Reiseführer: Von Buenos Aires bis Patagonien

Argentinien reicht von subtropischen Landschaften im Norden bis nach Patagonien und Feuerland und funktioniert daher besser als Sammlung verschiedener Regionen denn als kompaktes Einzelziel. Eine gute Route verbindet meist einige Orte, die zu Ihren Interessen passen, statt das ganze Land in einer Reise abdecken zu wollen.

1. Beginnen Sie mit Buenos Aires

Buenos Aires ist das wichtigste internationale Eingangstor und selbst ein Reiseziel. Viertel wie San Telmo, Recoleta, Palermo und La Boca bieten sehr unterschiedliche Erlebnisse, während Cafés, Theater, Museen und Fußballkultur mehrere Tage lohnen statt nur eines hastigen Zwischenstopps.

Die Stadt ist groß, lässt sich aber relativ gut mit einer Kombination aus zu Fuß gehen, U-Bahn, Bussen sowie Taxis oder Ride-Hailing erkunden. Wählen Sie die Unterkunft nach den Vierteln, die Sie voraussichtlich besuchen werden, statt nur nach dem niedrigsten Zimmerpreis.

2. Fügen Sie Patagonien hinzu, wenn Landschaften Priorität haben

Patagonien umfasst ein riesiges Gebiet im Süden Argentiniens. El Calafate ist der übliche Ausgangspunkt für den Perito-Moreno-Gletscher und den Nationalpark Los Glaciares, während El Chaltén für Wandern und Berglandschaften bekannt ist. Bariloche verbindet weiter nördlich Seen, Berge und saisonale Outdoor-Aktivitäten.

Die Entfernungen zwischen patagonischen Reisezielen sind beträchtlich. Flüge können Zeit sparen, während Busse auf manchen regionalen Strecken weiterhin nützlich sind. Planen Sie zusätzliche Zeit ein, da das Wetter Outdoor-Pläne beeinflussen kann.

3. Mendoza ist mehr als ein Wein-Stopp

Mendoza liegt am Rand der Anden und ist Argentiniens bekannteste Weinregion. Weingutbesuche sind ein Hauptanziehungspunkt, doch die umgebende Landschaft eignet sich außerdem für Panoramafahrten, Bergausflüge und Outdoor-Aktivitäten.

Wenn Weinverkostungen im Mittelpunkt stehen, organisieren Sie den Transport im Voraus, statt davon auszugehen, selbst zwischen den Weingütern fahren zu können.

4. Die Iguazú-Wasserfälle bieten einen starken Kontrast im Norden

Die Iguazú-Wasserfälle liegen an der Grenze zwischen Argentinien und Brasilien und bilden einen dramatischen Kontrast zu den großen Städten und südlichen Landschaften des Landes. Die argentinische Seite bietet im Iguazú-Nationalpark ein umfangreiches Netz aus Stegen und Aussichtspunkten.

Viele Reisende kombinieren Argentinien und Brasilien an den Wasserfällen, doch die Grenz- und Einreisebestimmungen hängen von der Staatsangehörigkeit ab. Prüfen Sie die Regeln beider Länder, wenn Ihre Route die internationale Grenze überschreitet.

5. Unterschätzen Sie den Nordwesten nicht

Salta und Jujuy bieten Kolonialstädte, Hochlandlandschaften, farbige Felsformationen und einen starken kulturellen Einfluss der Anden. Die Region fühlt sich ganz anders an als Buenos Aires und Patagonien und kann eine vollständige Reise für sich bilden.

Roadtrips sind beliebt, doch Höhe, Straßenzustand und lange Fahrdistanzen erfordern realistische Planung.

6. Wählen Sie die Jahreszeit nach Region

Argentinien liegt auf der Südhalbkugel, daher dauert der Sommer ungefähr von Dezember bis Februar und der Winter von Juni bis August. Diese Umkehr ist hilfreich, doch wegen der Größe des Landes gibt es keine einzige beste Jahreszeit für jede Route.

Buenos Aires lässt sich ganzjährig besuchen, Patagonien ist für viele Outdoor-Reisen stark saisonabhängig, die Anden ziehen Wintersportreisende an und Ziele im Norden können außerhalb der heißesten Monate angenehmer sein. Prüfen Sie Klima und Tageslicht für die konkreten Regionen Ihrer Reise.

7. Planen Sie Fernverkehr sorgfältig

Argentinien gehört zu den größeren Ländern der Welt, und wichtige Sehenswürdigkeiten liegen weit auseinander. Inlandsflüge sind oft sinnvoll, wenn Buenos Aires mit Patagonien, Iguazú oder dem äußersten Nordwesten kombiniert wird. Fernbusse können auf passenden Routen praktisch sein und bei manchen Fahrten eine Hotelnacht sparen.

Beurteilen Sie Entfernungen nicht nur nach der Karte. Eine Reise durch mehrere Regionen kann schnell von Transfers dominiert werden, wenn jeder Stopp einen weiteren langen Reisetag verlangt.

8. Seien Sie vorsichtig mit Annahmen zum Geld

Argentiniens Wechselkursumfeld kann sich schnell ändern. Karten werden in großen Städten und touristischen Betrieben häufig akzeptiert, während Bargeld in kleineren Geschäften und als Reserve weiterhin nützlich ist.

Da sich Wechselkursregeln und Zahlungspraktiken ändern können, prüfen Sie kurz vor der Reise aktuelle Bank- und Währungsinformationen, statt sich auf einen älteren Artikel mit einem bestimmten Kurs oder einer bevorzugten Umtauschmethode zu verlassen.

9. Prüfen Sie Einreise- und Versicherungsanforderungen vor der Abreise

Einreisebestimmungen hängen von Staatsangehörigkeit und Reisezweck ab und können sich ändern. Prüfen Sie die aktuellen Regeln der argentinischen Einwanderungsbehörde oder des zuständigen Konsulats, bevor Sie nicht erstattbare Reiseleistungen kaufen.

Die aktuellen argentinischen Einwanderungsregeln umfassen außerdem Anforderungen an eine Krankenversicherung für ausländische Einreisende; prüfen Sie daher vor der Abreise, welche Nachweise in Ihrer Situation erwartet werden.

Checkliste für die Planung einer Argentinien-Reise

Bevor Sie die Reise endgültig planen, stellen Sie sicher, dass die Route geografisch und saisonal sinnvoll ist.

  • Wählen Sie zwei oder drei Regionen, statt das ganze Land abdecken zu wollen.
  • Prüfen Sie Inlandsflug- und Buszeiten, bevor Sie Hoteldaten festlegen.
  • Planen Sie für Patagonien und Bergregionen Wetterflexibilität ein.
  • Prüfen Sie bei Grenzübertritten in Iguazú die Einreisebestimmungen jedes Landes.
  • Prüfen Sie kurz vor der Reise aktuelle Hinweise zu Währung und Zahlungen.
  • Bestätigen Sie alle für die Einreise erforderlichen Krankenversicherungsnachweise.

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